Anruferweiterungen und Click to Call

Neben der Möglichkeit, Adresse und Telefonnummer über die Standorterweiterungen in Anzeigen direkt zu publizieren, bietet Google die Möglichkeit, Telefonnummern und einen damit verbundenen Anruf als direktes Ziel einer Anzeige mit den sogenannten Anruferweiterungen zu buchen. Die so entstehenden Anzeigen heißen Click to Call Anzeigen und werden Nutzern mit mobilen Endgeräten und vollwertigem Browser und seit 2013 auch auf Desktop PCs und Tablets angezeigt.

Beispiel:

Beispiel Anruferweiterung

Beispiel Anruferweiterung

 

Der User erhält so die Möglichkeit, auf die Suchanfrage direkt mit einem Anruf zu reagieren.

 

Die Möglichkeit der Anzeigenschaltung empfiehlt sich insbesondere für folgende Themen und Bereiche:

  • Im B2B Bereich
  • Bei sehr erklärungsbedürftigen Produkten
  • Wenn eine Terminvereinbarung das Ziel meiner Kampagnen ist
  • Service- und Support
  • Wenn ich die Leute in mein Geschäft holen möchte

 

Insb. im B2B Bereich ist ein Anruf sehr wertvoll, weil er quasi gleichzusetzen ist mit einer Kontaktanfrage per Web (= Lead), da man direkt eine konkrete Anfrage und einen persönlichen Kontakt bekommt.

 

Vorsicht bei der Nutzung von Anruferweiterungen ist aber geboten, denn es muss gewährleistet sein, dass die Rufnummer mindestens in den beworbenen Zeiten kompetent besetzt ist. D.h. dass eine Person den Hörer abnimmt, die den Interessenten zu allen möglichen Fragen freundlich und kompetent beraten kann. Ist das nicht gegeben, oder sind die Themen so komplex, dass man sich jeweils individuell einarbeiten muss, sollte man lieber auf das gute, alte Kontaktformular zurückgreifen und asynchrone Anfragen entgegennehmen, die dann ganz in Ruhe beantwortet werden können.

 

Zum Thema Reporting bietet Google wie bei den anderen Anzeigenerweiterungen schon genannt, ein paar grobe Informationen hinsichtlich der Anzahl der Einblendungen, Klicks und Kosten an, die aber wiederum nur auf Kampagnenebene abrufbar sind und eine sinnvolle Optimierung somit kaum möglich ist. Auch ist zu beachten, dass die Anzahl der Klicks auf die Anzeige erfahrungsgemäß höher ist, als die wirklich angekommenen Anrufe. Viele User scheinen mit dieser Art der Verknüpfung von Online und Offline noch nicht so sehr vertraut zu sein und sind höchstwahrscheinlich etwas überrascht, wenn nach einem Klick auf einen Link das Handy sofort einen Anruf startet.

 

Daneben möchte ich noch folgende Möglichkeiten nennen, Anrufe (auch diejenigen, die direkt über unsere Website generiert werden) detaillierter zu messen und zu bewerten:

  • Nutzung unterschiedlicher Telefonnummern für Online und Offline (Nachteil: Inkonsistenz gegenüber dem Kunden)
  • Nutzung verschiedenen kampagnenspezifischer Landingpages mit eigenen kampagnenspezifischen Telefonnummern
  • Verschiedene Anbieter, wie AdzLocal oder IntelliAd bieten Telefontracking speziell für AdWords
  • Bei kleinen Kampagnen und einem persönlich bekannten Kundenstamm kann man auch einfach mal nachfragen, wie ein Neukunde auf mich gestoßen ist.

 

Seit der Einführung der erweiterten Kampagnen im Jahr 2013 werden Anruferweiterungen zusätzlich zu Mobilen Endgeräten auch auf Desktops ausgespielt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines direkten Anrufes relativ gering ist, so bietet das doch die Möglichkeit, die Anzeige durch die Rufnummer attraktiver zu machen. Die Möglichkeit, mit einem Anbieter direkt (telefonisch) in Kontakt zu treten, dürfte zudem das Vertrauen in die beworbenen Produkte beim Suchenden stärken und somit insgesamt gut für CTR und CR sein..